Glauben Sie, Twitter-Follower kaufen wäre eine gute Idee?

Was denken Sie? Verhelfen gekaufte Follower Ihnen zu mehr Ansehen oder schaden sie eher? Merken Ihre wirklichen Follower das überhaupt?

Bislang ist es so, dass wer mehr Follower hat als Twitterer, denen er folgt, als folgenswerter und guter Twitterer angesehen wird. Das vermittelt den Eindruck, der Account hätte durch interessante Tweets und positive Interaktion seine Follower angezogen. Bei bekannten Persönlichkeiten kommt noch der „Promifaktor“ hinzu, also Follower, die nur wegen des Namens folgen.

Man spricht hier manchmal auch von einem organischem Aufbau einer Gefolgschaft. Natürlich sind in dieser Hinsicht die Medienprofis normalerweise die Geschicktesten. Je bekannter eine Persönlichkeit, desto größer ist in der Regel auch die Schere zwischen Followern und Gefolgten.

Sagt das Verhältnis Follower : Gefolgte wirklich etwas aus?

Ein Follower – Gefolgte Verhältnis besser als 2:1 gilt als Qualitätsmerkmal und verschafft einem auch mehr Punkte bei Klout und Co. Man mag dazu stehen wie man will. Tatsache ist, dass viele gerne eine herausragende Reputation hätten und viel dafür tun oder sich so etwas im Bedarfsfall einfach kaufen. Da gibt es inzwischen auch namhafte Beispiele. Sogar US-amerikanische Präsidentschaftskandidaten helfen in Sachen Follower – Gefolgte Verhältnis mitunter nach bzw. lassen helfen.

Da nimmt es nicht Wunder, dass einige sich in dieser Beziehung Gedanken gemacht haben. Die einen verfolgen die Strategie, sich durch Folgen und Zurückfolgen eine stattliche Anzahl an Followern aufzubauen. Dann wird plötzlich in einem sehr kurzen Zeitraum fast allen wieder entfolgt. Die übergroße Anzahl der Follower bleibt bei solchen Aktion meist erhalten. Als Ergebnis steht dann oft ein Verhältnis besser als 10:1.

Andere machen das auf eine weniger offensichtliche Art. Sie folgen und warten bis zurückgefolgt wird. Dann warten sie ein paar Tage oder Wochen, entfolgen und hoffen, dass es unbemerkt bleibt. Darüber habe ich übrigens schon Anleitungen gefunden im WWW. Das geht auch automatisiert mit den entsprechenden Tools. Twitter bezeichnet das als Spam. Es sieht aber nicht so aus, als würden solche Dinge von Twitter wirklich bemerkt werden.

Beide Arten benötigen jedoch Zeit. So ein Followeraufbau dauert relativ lange. Nun kommen die Geschäftemacher ins Spiel. Mit dem Wunsch viele Follower zu haben und damit die eigene Wichtigkeit zu unterstreichen, läßt sich Geld verdienen. Nur wenige haben oder nehmen sich die Zeit, eine Twittergefolgschaft oder Facebook Fans aufzubauen.

Trägt der Kauf von Followern zu einer guten Reputation im Web bei?

Doch was bedeutet dieser Kauf von Followern? Verhilft er wirklich zu einer besseren Online-Reputation? Oder wird die Bekanntheit eines Geschäfts dadurch wirklich größer? Was sind das für Follower?

In der Praxis kauft man eine Anzahl von Fake-Accounts, die einem folgen. Auf diesen Accounts tut sich nichts, außer, dass sie einem folgen. Auf den ersten Blick ist das kaum zu erkennen. Meistens ist ein Avatarbildchen vorhanden und auch ein paar Tweets. Follower nur ganz wenige. Das sind also die „echten“ Follower, die man auf „legale“ Weise gekauft hat. Twitter selbst hält das übrigens nicht für legal.

Wahrscheinlich stelle nicht nur ich mir hier die Frage: Wozu soll das gut sein? Diese gekauften Follower stellen nur eine Zahl dar. Sie lesen keine Tweets, interagieren nicht mit Ihnen und empfehlen tun sie weder Sie noch Ihr Geschäft. Das Ganze ist nur schnöder Schein, der vermutlich die wenigsten interessiert.

Aber interessiert es wirklich nur die wenigsten? Wer seine Reputation quasi auf einer Lüge aufbaut, verliert an Glaubwürdigkeit. Und wer glaubt, dass es ja sowieso keiner nachweisen kann, der irrt. Mir sind solche Sachen schon zufällig aufgefallen, während ich Follower mit SocialBro analysiert habe.

Ein Tool zum Überprüfen, wer Ihnen etwas vormacht

Doch jetzt gibt es auch ein Tool, mit dem sich das sehr einfach feststellen lässt: http://fakers.statuspeople.com/ Jim Dougherty beschreibt es kurz am Ende seines Artikels: http://leaderswest.com/2012/08/01/how-fake-twitter-followers-can-ruin-a-reputation/, der mich zu diesem Blogpost inspiriert hat. Hier ist meine kurze Beschreibung des Tools.

Überlegen Sie es sich genau, ob Sie ihren Twitter-Account oder Facebook-Seite durch Follower- oder Fankäufe „aufwerten“ wollen. Es könnte nach hinten losgehen. Es gibt inzwischen einige gute Blogposts, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen. Deshalb hier ein paar Hinweise.

Ein sehr guter Artikel zum Thema ist Tina Gallinaros Blogpost: http://www.socialmedia-betreuung.de/facebook-fans-und-google-plus-likes-kaufen-manipulation-um-jeden-preis/. Sie hat dort auch eine Liste mit Links zu ähnlich gelagerten Blogposts veröffentlicht. In diesem Zusammenhang möchte ich auch noch diesen Artikel empfehlen: http://socialmediabetreuung.tumblr.com/post/12873619789/mafiamethoden-lassen-gruessen

Weitere gute Artikel zum Thema:
http://www.tipblog.de/facebook-fans-und-twitter-follower-kaufen/
http://diesocialmediatexterin.wordpress.com/2011/10/23/gekaufte-facebook-fans-google-1-und-die-gekauften-klicks-eine-fehlentscheidung-die-teuer-werden-kann/

Bis demnächst …

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2 Antworten zu Glauben Sie, Twitter-Follower kaufen wäre eine gute Idee?

  1. Ein sehr ausführlicher Artikel, den ich gerne in meine Sammlung zum Thema mit aufnehme.
    Herzlichen Dank auch für die Erwähnung 🙂

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